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  • TAB Einschubsystem

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    Zum Vergleich Cabaret-Gigant:

    Von den Maßen her identisch, besitzen die Einschübe unterschiedliche Ausstattung. Am Cabaret-Einschub befinden sich unter anderem Lautsprecher und Lautstärkeregler, die beim Gigant im Fach hinter der Münzprüfertür verbaut wurden. Beim Gigant fehlt außerdem der Monitortrafo, denn der Monitor wird nun direkt vom Netz versorgt. Wie unten auch zu sehen ist, wurden andere Joysticks im Cabaret verwendet, die kompliziert über angeschweißte Gewinde und Rahmen befestigt sind (nicht wirklich elegant..). Besondere Merkmale beim C.-Einschub sind außerdem kleine angeschweisste Metall-Ecken an der Einschuboberseite (zur Abdichtung?) und Lüftungsschlitze in der Faserplatte.

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    Hier zu sehen die Rückwand des Cabaret-Einschubes mit den Mate-N-Lock (MNL) Steckverbindern, wie sie von TAB viel verwendet wurden. Die Verkabelung ist fast weitgehend identisch, auch die Kabelfarben. Detaillierte Info zu finden bei den Downloads auf der Gigant-Seite.


  • TAB Steckersystem

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    Der 44-polige Systemstecker (Ö)

    Die „TAB“ Standard-Steckerbelegung wurde 1982 eingeführt und noch im gleichen Jahr von „Josef Öhlinger“ (später Funworld), sowie „Josef Zaunmayr“ (später Impera) übernommen. Allmählich zogen alle österreichischen Automatenbereiber nach und rüsteten ihre Geräte auf dieses einheitliche Adaptersystem um. Erst kurz vor 1990 setzte sich in Österreich bei Neugeräten die Yamma Belegung durch, TAB und Funworld verkaufte damals noch weiterhin zahlreiche Spielplatinen mit „TAB“ Standard-Steckerbelegung!

    Er unterscheidet sich vom Jamma System durch die Anzahl der Kontakte (eine Seite hat 22 statt 28 Kontakte) und natürlich durch die Belegung. Der JAMMA Standard verwendet zusätzlich Kontakt 7 als Key und unterstützt bis zu 4 (theoretisch 5) Feuertasten. Fast alle Platinen der späten 80er und der 90er sind für JAMMA-Buchsen vorgesehen. Aus diesem Grund ist daher auch in den meisten TAB Giganten ein JAMMA Adapter eingebaut. Alle früheren Platinen, die in Österreich im Umlauf sind/waren, wurden fürs österreichische System modifiziert, entweder mit einem steckbaren Adapter oder direkt auf der Platine gelötetem Kabelsatz (am häufigsten anzutreffen).

    Zur Veranschaulichung unterhalb ein Foto von einer Hatris Platine (bootleg). Eigentlich für JAMMA ausgelegt, wurde ein 44-poliger Adapter angelötet. Die A5-Klarsichthülle wurde mit Kabelbindern befestigt. Sie enthält meistens Information zur Platine wie Aufsteller, Seriennummer, Ort/Dauer der Aufstellung (kaum benutzt), Stromverbrauch, Bildformat, Gerätetyp, Details zu Eingabegeräten, DIP-Schaltern und Belegung.

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    TAB Austria Systemstecker Belegung:

    Oberseite Lötseite (unten) Belegung Farbe* JAMMA (Part side)*** JAMMA (Solder side)
    1 GND schw 1
    A GND schw A
    2 GND schw 2
    B GND schw B
    3 GND schw 27/28
    C GND schw Ae/Af
    4 + 5V rt 3/4
    D + 5V rt C/D
    5 +12V ge/schw 6
    E +12V ge/schw F
    6 – 5V bl/ws 5
    F – 5V bl/ws E
    7 -12V**** ws/vio n/a
    H -12V**** ws/vio n/a
    8 Zähler 1 gn/bl 8
    J Zähler + (?)**** ge/rt
    9 Zähler 2 gn/rot J
    K Münzschalter 1 gr/rt 16
    10 Münzschalter 2 gr/vio T
    L 1. Spieler Action-3 ws/ge 24
    11 1. Spieler Start ws/schw 17
    M Umschaltung Tisch/Stand**** schw (15?) R,S(?)
    12 2. Spieler Start ge/bl U
    N 2. Spieler Action-3 gn/rt Ab
    13 1. Spieler Action-1 gr/schw 22
    P 1. Spieler Action-2 schw/rt 23
    14 2. Spieler Action-1 ge/vio Z
    R 2. Spieler Action-2 ws/vio Aa
    15 1. Spieler rechts gn/bn 21
    S 1. Spieler links gr/ge 20
    16 1. Spieler auf gr/bn 18
    T 1. Spieler ab gn/vio 19
    17 2. Spieler rechts gr Y
    U 2. Spieler links gn/schw X
    18 2. Spieler auf ws/rt V
    V 2. Spieler ab ws/gr W
    19 Monitor Rot ws/rt 12
    W Monitor Grün gn/schw N
    20 Monitor Blau bl/gr 13
    X Monitor Synchronisierung ws/gr P
    21 Monitor GND** schw 27
    Y Lautsprecher 1- bn/ge L
    22 Lautsprecher 1+ bn/schw 10
    Z Test-Schalter**** ws/bn 15
    *…Farben der Kabel bei TAB (auf Automat- und/oder Platinenseite, sind jedoch nicht immer einheitlich):
    bl Blau
    bn Braun
    ge Gelb
    gn Grün
    gr Grau
    schw Schwarz
    vio Violett
    ws Weiß
    **…Wenn das Bild aus nicht ersichtlichen Gründen verzerrt flimmert und die Farben nicht passen („Massefehler“), kann es teilweise helfen, die Monitormasse mit der Masse der Stromversorgung zu verbinden (Bei JAMMA Platinen öfters ein Problem, daher sollte gleich der Adapter dementsprechend modifiziert werden).
    ***…Zu-JAMMA Belegung unvollständig, weil nicht alle Kontakte und deren tatsächliche praktische Verwendung endgültig geklärt sind (Zähler+, Umschaltung Tisch/Stand).
    ****…nie verwendet.

     

    Ab Markteinführung von Arcade Platinen mit Stereo Verstärker, bzw. 3 Funktionstasten (Hyper Olympic) wurde die Steckerbelegung erweitert und die minus 5 bzw. -12 Volt Stromversorgung wegrationalisiert. Bei Donkey Kong Junior (welcher damals aktuell war) benötigte man Minus 5 Volt mit 1 Ampere Strom, auch ältere Konami Platinen brauchen Minus 5 Volt für Operationsverstärker im Soundteil!

    Arcade Platinen mit über 4,5 Ampere Stromaufnahme an Plus 5 Volt wurden über einen zusätzlichen AMP Mat-n Look Stecker versorgt, die zwei verzinnten 3,96mm Pins sind andernfalls hoffnungslos ausgebrannt. Das war unter anderem ein Problem von Funworld Arcade Platinen, wo man oft bei Reparaturarbeiten ein zusätzliches dickes Versorgungskabel an die Platine lötete!

    PS: Die verzinnten Connectorleisten, sollen regelmäßig mit einen blauen „Pelikan“ Radiergummi gereinigt werden, andernfalls gibt es gröbere Kontaktprobleme!

    Der einzige Verpolungsschutz ist (falls überhaupt vorhanden) ein aufgeklebter Punkt, der die Kontakte der Spannungszufuhr markiert. Ich empfehle allen Sammlern und solchen die, es werden möchten, diese „Tradition“ weiterzuführen.

    Der TAB-Sicherheitsstecker

    Sehr interessant ist der Sicherheitsstecker von TAB Austria. Im Prinzip handelt es sich um einen oben beschriebenen System Austria – Stecker. Mit Hilfe von Optokopplern wird hier die Beschädigung der Platine im Falle des Falsch-herum-Ansteckens vermieden. Ab und zu kommt es nämlich vor, dass der nicht verpolungssichere Stecker verkehrt angesteckt wird, und dann Bauteile wie Bustreiber beschädigt werden. Die Folge eines solchen Unfalles ist (abgesehen von Gestank, vielleicht Rauch und 1-2 heißen Bauteilen) dass ein oder mehrere Taster von der Platine nicht mehr registriert werden.

    Um beschriebenen Zwischenfällen vorzubeugen, hat TAB bei einigen JAMMA-Adaptern und auch Platinen einen Sicherheitsstecker verwendet. Erkennbar ist dieser sofort an ein paar ICs mit der Beschriftung PC817 und einer roten LED, die nur leuchtet, wenn der Stecker richtig angeschlossen ist.

    Hier Fotos von dem Stecker:

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     Oberseite: „TAB Austria Tel. (07229) 459“. Hier zu erkennen auch der oben erwähnte Markierungspunkt (gelb) zur Unterscheidung der Seiten.
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    Unterseite: „Sicherheitsstecker Et. Nr.: 4141648 (oder 0??)11“


  • Novomatic Steckersystem

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    Der 50 polige SUB-D-Stecker (Novomatic):

    Eine andere Variante der Steckerbelegung ist der 50-polige SUB-D-Stecker, wie er in frühen Novomatic Geräten (siehe Index) zu finden ist. Eingeführt wurde er spätestens 1983. Angenehm Hand zu haben und verpolungssicher. War aber zum Verkabeln in großem Umfang wahrscheinlich recht teuer. In vielen Novomatic-Gehäusen ist ein Adapter aufs System Austria zu finden:

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    50 pol. Funktion 44 pol.
    1 GND 1/A
    2 KEY
    3 P1 Right 15
    4 P1 Left S
    5 P1 Up 16
    6 P1 Down T
    7 P2 Right 17
    8 P2 Left U
    9 P2 Up 18
    10 P2 Down V
    11 Coin 1 K
    12 Coin 2(?) (10)
    13 P1 Start 11
    14 P2 Start 12
    15 P1 A 13
    16 P2 A 14
    17 +5V 4/D
    18 GND 2/B
    19 KEY
    20 P1 B P
    21 P2 B R
    22 P1 C L
    23 Tisch/Stand M
    24 Test switch(?) (Z)
    25 P2 C(?) (N)
    26 KEY
    27 (-12V?/Counter?)
    28 (-12V?/Counter?)
    29 KEY
    30 NC
    31 (-12V?/Counter?)
    32 (-12V?/Counter?)
    33 5V 4/D
    34 GND (Video) 21(3/C)
    35 NC(?)
    36 Video Sync C
    37 Video Red 19
    38 Video Blue 20
    39 Video Green W
    40 KEY (Tilt geräteseitig bei Starline Gehäusen)
    41 SPK- Y
    42 SPK+ 22
    43 KEY
    44 -5V 6/F
    45 -5V 6/F
    46 NC
    47 12V 5/E
    48 12V 5/E
    49 NC
    50 5V 4/D
    KEY…fehlender Kontakt
    NC…not connected, leer

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    Steckerseite (male)

    sd50-f

    Buchsenseite (female)


  • TAB Upright

    Hier ein anderes TAB Gehäuse, vermutlich zwischen Cabaret und Gigant anzusiedeln. Das Control Panel und der Einschub gehen hier gerade nach vorne heraus und nicht schräg nach unten, wie bei der TAB Cabaret Version:

    20060823 Videoautomat TAB Hyper Olympic 028_resize

     

    20060823 Videoautomat TAB Hyper Olympic 039_resize


  • TAB Gigant

    Posted on by zyx

    gigant_frei

    Übersicht
    Name: Gigant
    Hersteller: TAB Austria
    Herstelljahr: ca. 1990-1991
    Typ: Universal-Standgerät
    produzierte Einheiten: hoher 3-stelliger Bereich (geschätzt)
    Maße (HxBxT): 177x67x75 cm
    Gewicht: 100+ kg ??
    Monitor-Orientierung: händisch drehbar (v/h)
    Monitorchassis: Intervideo Chassis für LS250, LS280 und LS330
    Bildröhre: Philips A59EAK01X01 – 23″ und Videocolor A59ECY13X01 – 23″
    Lautsprecher: 1 x 8 Ohm, ca. 4 Watt
    Spieler: 2
    Joysticks/Taster: – je Spieler 8-Wege Joystick (Marke..), 3 x Feuertasten, 1 x Starttaste, alles rechteckige Leuchttaster (ohne Beleuchtung)
    – einige Modelle wurden mit Spielwechseltaste für Neo-Geo nachgerüstet (wahrscheinlich bei Aufstellern)
    verschiedene Bauarten: Variante mit 2 Lautsprechern statt 1, allerdings mono verkabelt, Hauptschalter hat andere Lage.
    Erweiterbarkeit: Lenkrad + Pedale (siehe Downloads)
    Anschlüsse: Buchse für TAB-Stecker, über Adapter auch JAMMA-Platinen
    Besondere Merkmale: – Spanplatten-Konstruktion, beschichtet mit Arbeitsplatten-ähnlichem Material.
    – Einschubsystem kompatibel zum TAB Cabaret.
    Beleuchtung: 18 Watt Leuchtstoffröhre
    Kreditplatine: – funktioniert auch ohne Kreditplatine
    -„einfache“ Kreditplatine (Merkblatt siehe Downloads)
    -„doppelte“ Kreditplatine (mit Auswerteplatine und 5V-Anzeige) – fehleranfällig wegen Batterie!

    Downloads:

    tab_verdrahtung_gigant tab_cabaret_gigant tab_e_s_autofahrer tab_kreditplatine intervideo

    Inbetriebnahme

    Auf der Rückseite des Automaten befindet sich eine Kombi aus Kaltgeräte-Buchse, Netzfilter und Ein-Ausschalter. Der Schalter kontrolliert die Stromversorgung der Marquee-Beleuchtung und des Einschubs. Normalerweise wird der Automat also über diesen Hauptschalter bedient.

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    Der Standardeinschub mit JAMMA-Adapter, zu erkennen auch eine „erweiterte“ Münzprüfplatine und ein zusätzliches Versorgungskabel für hungrige Platinen

    Der Einschub (engl. slide out) ist das Herz des Automaten: Es handelt sich um eine Faserplatte mit einer Frontseite aus Metall, darauf ist das Spielpaneel mit den Joysticks und Tastern. Am hinteren Ende der Platte befindet sich eine breite Metallwand, auf der wiederum alle Aufnahmegehäuse der Verkabelung, Schalter, Kreditplatine und Steckleiste für die Spielplatine befestigt werden. Weitere Teile auf dem Einschub sind das Netzteil und die Kabelkanäle.

    Der Schalter des Einschubs ist für Monitor und Netzteil da, es muss also zum Wechseln der Spielplatine nur dieser Schalter bedient werden. Zum Thema Spielplatine: Standardmäßig ist eine Steckleiste montiert, die 22 Pole breit ist – das sogenannte TAB Austria-System. Alle Giganten, die mir bis jetzt untergekommen sind, hatten auch gleich einen Adapter auf JAMMA dabei. Dieser ist ist oft dermaßen konstruiert, dass zusätzlich 5V, 12V und Masse direkt vom Netzteil zur Steckbuchse geführt werden und damit der TAB-Stecker entlastet wird. Außerdem ist die möglicherweise vorhandene Spielwechseltaste mit der Taste 5 (Spieler 1) an der JAMMA-Buchse verbunden.

    Die Spielplatinen wurden früher auf der Platte festgeschraubt, das ist aber aus meiner Sicht nicht mehr nötig, zumal auch die Platte jedesmal mehr verunstaltet wird.

    Zum Einschubsystem von TAB gibt es eine separate Seite.

    Der Gigant kann komplett von vorne eingestellt werden. Nur für Feinjustierung der Farben/Geometrie muss die hintere Abdeckung aufgemacht werden. Die unterste vordere Tür enthält natürlich den Münzbehälter. Oberhalb davon ist die Münzprüfertür, hinter dieser befinden sich normalerweise:

    • die Monitorfernbedienung (Einstellung siehe Intervideo-Handbuch)
    • der Lautstärkeregler (im Uhrzeigersinn gedreht, wird’s lauter)
    • das Münzzählwerk (per Taste rückstellbar)
    • 1-2 Münzprüfer
    • eine 25 polige SUB-D Buchse für die Bedienung der Auswerteplatine (falls vorhanden)
    • die Fixierung für den Einschub: diese muss vor Herausziehen des Einschubes logischerweise gelöst werden.

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    Installation einer Spielplatine

    Um also das erste Mal eine (neue) Spielplatine zu installieren, ist folgende Vorgehensweise zu empfehlen:

    1. hinteren Schalter ausschalten, oder falls unsicher, welche Stellung Ein oder Aus ist, gleich das Kabel rausziehen – dieser Schritt ist nur bei Anfängern anzuraten, die absolut sicher gehen wollen, dass sie beim Hantieren im Gerät keinen elektrischen Schlag abbekommen.
    2. Falls sich Einschub nicht herausziehen lässt, Münzprüfer-Tür öffnen und Verriegelung für Einschub öffnen.
    3. Einschub fast ganz herausziehen (schräg nach oben, kann an Joysticks oder an der Unterseite gehalten werden) und dann in waagrechter Lage zum Fixieren zurückschieben
    4. Falls nicht schon der Hauptschalter ausgeschaltet wurde, jetzt den Schalter am Einschub in die Aus-Stellung bringen – hinter die Metallwand greifen und den Schalter nach rechts drücken.
    5. alte Platine herausnehmen und neue einstecken. Vorsicht: zwar gibt es einige Platinen, die einen Sicherheitsstecker haben, also verpolungssicher sind, bei der überwiegenden Mehrheit trifft das aber nicht zu. Also aufpassen, dass die Masse und Stromversorgungskontakte auch wirklich auf der Seite mit den schwarzen und roten Kabeln sind. Einige Stecker und Buchsen wurden mit Klebepunkten markiert, das hilft beim Auswechseln – trotzdem: immer genau schauen, sonst frittiert Ihr ein 1-2 ICs und wundert Euch danach dass ein paar Taster nicht gehen. Auch die deckungsgleiche Ausrichtung der Kontakte an Buchsen und Fingerboards ist wichtig. (Hier die Seite zu den Steckverbindersystemen.)
    6. Um die Spielplatine und den Automaten zu schonen, am Besten Karton oder Schaumfolie unter die Platine legen.
    7. Probehalber kann jetzt eingeschaltet werden.
    8. Zuallererst die +5 V direkt an der Platine überprüfen. Wenn die Spannung zu hoch oder zu niedrig ist, muss das Netzteil dementsprechend justiert werden. Oft kommt es vor, dass der Adapter einen zu großen Widerstand darstellt. In diesem Fall sollte man zusätzliche Stromversorgungskabel anlöten. Das erste Indiz für so eine Situation ist ein warmer Adapter (Verlustwärme). Außerdem entstehen bei zu niedriger Spannung an der Platine auch kleine Grafikfehler, flimmernde Pixel, Sprites, etc.
      Wenn Euch Eure Platinen wirklich viel wert sind, dann solltet ihr das Netzteil auf Vertrauenswürdigkeit überprüfen (kratzt 5V-Poti? Verhalten bei Kurzschluss?).
    9. Es sollte ein Bild zu sehen sein. Wenn dieses rollt, muss der Vertical oder Horizontal Hold zuerst über die Monitorfernbedienung justiert werden. (Auf der Intervideo Fernsteuerung als H. Freq und V. Freq. gekennzeichnet)
    10. Das Spiel testen: Credits bekommt Ihr auf eine der folgenden Arten: Münze einwerfen, Münzkontakt schließen, Service Schalter auf Platine oder auf Münzprüferplatine (falls vorhanden) drücken. Evtl. über Testmodus kompl. Funktion checken.
    11. Wenn alles geht, den Einschub wieder vorsichtig versenken. Falls 2 Leute auf dem Gerät spielen und ein bisschen mehr als sonst an den Joysticks herumgerissen wird, am besten den Einschub mit dem Spanner fixieren.
    12. Spielen…
    13. Zum Ausschalten den Hauptschalter verwenden.

    Variante mit NeoGeo Mini-Marquees

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    Wie im untersten Bild zu sehen ist, wurden Holzrahmen+Halterung anscheinend nachträglich eingebaut, mir ist noch unklar, ob von Hersteller- oder Aufstellerseite. Diese Art der Umrüstung dürfte eher selten sein. Das Standardmarquee ist natürlich nicht mehr auf dem Sicherheitsglas.

    Meine persönliche Meinung zum Giganten:

    Was diesen Automaten so besonders macht, ist das geniale Design. Zwar haben andere vergleichbare Standgeräte dieser Generation vielleicht Features wie eine leichter drehbare Monitorhalterung, aber den besten Mittelweg geht noch immer der Gigant. Er ist relativ leicht und auch allein zu transportieren (mit einer Rodel).

    Die Bildröhre ist nicht zu groß mit 23″ (aber knapp davor – 19″ rules!) und nicht zu klein. (Anmerkung: Die Amis messen die Röhrengröße anders – wahrscheinlich nehmen sie den Rand dazu, daher könnte man zur Röhre auch 24- oder 25-Zöller sagen. )

    Einer der größten Pluspunkte des Giganten ist sicherlich die austauschbare Spielfläche (Panel) aus Plastik/Acrylglas. Dieses Feature haben wohl nur wenige Automaten in unseren Breiten und genau das macht den Giganten prädestiniert für ein Upgrade auf 4 (Neo-Geo), 5 (MK) oder 6 (SF2+) Tasten. Das Panel kann natürlich auch auf der Unterseite bemalt oder besprayt werden.

    Durch das Einschubsystem ist es außerdem möglich, mehrere Einschübe für unterschiedliche Konfigurationen zu verwenden. Es wäre denkbar, einen Einschub für nur einen Spieler zB mit 6+ Tasten und Spinner und/oder Trackball auszustatten, einen anderen als Autofahrer mit Lenkrad und Schaltung, und noch einen dritten für 2 Spieler mit je 4-6 Tastern als Standardpanel.

    Zum Aussehen: Abgesehen von modernen Schönheiten aus Plastik wie dem Naomi Universal Cab ist der Gigant wohl einer der wenigen, der mit seinem Aussehen wohnzimmertauglich ist.

    Als kleinen Minuspunkt möchte ich auch nicht verschweigen, dass die zum Spieler hin abgeschrägte Spielfläche gewöhnungsbedürftig ist (anders zB als der Magnum oder die Plastik-Riesen Naomi etc.). Diesem Manko kann man mit den richtigen Tastern und einem ergonomischen Layout derselben beikommen. Außerdem ist es schade, dass TAB nicht eine andere Lösung für den Marquee erdacht hat. Jemand, der den roten Gigant-Schriftzug nicht mehr sehen kann, kann diesen vom Sicherheitsglas ablösen – das allerdings ist eine permanente Modifikation, denn es handelt sich um eine sehr dünnes und leicht zerstörbare Klebefolie (dieselbe wie unter dem Originalpanel). Bleibt die Frage, was der beste Ersatz für den Original-Marquee ist, ich habe jedenfalls noch nichts anderes probiert.

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    Variante mit anderen Joysticks/Tastern (und schmutzigem Glas… Danke, W.!)

    Tipps:

    • Vorsicht beim Herausnehmen der oberen Monitor-Abdeckung aus Metall, sonst wird das Gehäuse beschädigt.
    • Die Lücke zwischen Einschub und Glasscheibe sollte auf jeden Fall mit einem Dichtungsstreifen gepolstert sein.

    Drehen des Monitors

    1. Einschub rausziehen und waagrecht parken
    2. mit den Fingerspitzen das Sicherheitsglas leicht anheben und nach außen holen. Da bei oftmaligen Wechsel des Glases der Marquee beschädigt werden kann (die Plastik- oder Holzschiene kratzt auf der Folie), empfehle ich, an den betroffenen Seiten Isolierband aufzukleben.
    3. obere Metallabdeckung herausziehen, auch hier Vorsicht
    4. die große Plastikmaske (Rahmen) herunternehmen und alle Profile entfernen.
    5. Zu den Profilen: Speziell im Hochmonitor-Modus kann es vorkommen, dass die Profile auf den Seiten nicht in den Spalt hineinpassen oder klemmen. In diesem Fall mit einer Schulter und dem anderen Arm die Seitenwände leicht auseinanderspreizen, dann kann man mit der freien Hand die Profile leichter rein- oder rausdrücken.
    6. Jetzt kann der Monitor herausgehoben werden. Davor könnte man den Monitor komplett abstecken (Strom, Signal, Fernsteuerung). Wer die Prozedur zum ersten Mal durchführt, sollte das auch tun. Das Rausheben bitte nur kräftigen Personen überlassen: Zuerst den Monitorrahmen nach vorne klappen, dann unten und oben angreifen und heben. Der Rahmen kann auf den Einschubrändern abgestellt werden (dabei riskiert man Beschädigungen des Kunststoff-Profils)
    7. Jetzt den Monitor in der genwünschten Ausrichtung wieder einsetzen. (für vertikale Spiele empfehle ich ROR, also von vorne gesehen 90 Grad nach rechts rotiert)
    8. Die seitlichen Metallprofile wieder einsetzen, mit der Aussparung nach obenDSCN1669
    9. Bei Hochmonitor notwendig, um alles Licht von der Leuchtstoffröhre abzublocken: das Metallprofil, das uU über der Röhre eingeklemmt war. Es wird nun von hinten her über die beiden seitlichen Profile drübergeschoben, die jetzt als Stütze dienen. (Diesen Schritt kann man bei horizontalem Monitor überspringen bzw. das Querprofil oben in die Spangen einschieben):DSCN1668
    10. Kunststoffmaske drauflegen.
    11. Oberen Metalleinschub einbauen.
    12. Glas einbauen
    13. Wenn bei eingeschalteter Röhre unterhalb des Marquees störendes Licht austritt, kann man die Löcher mit schwarzem Isolierband auf der Glasrückseite abdecken.

     


  • TAB Gigant W

    Hier ein paar Photos und Information (von Niklas H. aus D., Vielen Dank!):

    Auf der Suche nach Infos über meinen Automaten, bin ich über deine (übrigens sehr informative) [ ] Seite gestolpert. Ich habe festgestellt, dass noch ein anderes Modell existiert, nämlich der Gigant-W. Ebenjener befindet sich seit heute in meinem Besitz. Das Modell ist quasi die Brücke zwischen dem uralten Cabaret und dem relativ neuen, hier gezeigten Giganten.

    Der „TAB Gigant W“ hat einen 25-Zoll-Monitor, der allerdings nicht vertikal gedreht werden kann, da er aufrecht nicht mehr ins Cab passen würden. Marquee, Control Panel und Einschubsystem sind identisch zum größeren Gigant. Der Sound ist Stereo. Das Gerät hat unten keine Rollen verbaut, sondern lediglich Holz-Kufen.

    Maße:

    Höhe: 175 cm
    Tiefe: 75 cm
    Breite: 64 cm

    Meine Version hat einen Philips CD-I-Player verbaut und, da das Spiel „Quizard“ keine Joysticks benötigt, keine Joysticks. Die Mikroschalter sind aber unter dem Control Panel vorhanden, man muss nur eine schwarze Kappe entfernen, um einen Joystick anzuschließen.

     

     

     

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  • TAB Cabaret

    Hier das TAB Cabaret in der Variante mit Controlpanel und gerade herausnehmbaren Einschaub. Die andere Variante hat einen Einschub der schräg nach unten geführt ist, damit der Monitor auch vertikal eingesetzt werden kann.

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